30.09.2020 Bronchitis

Bronchitis: Essen für die Lunge

Nie geraucht und trotzdem lungenkrank? Bei manchen Patienten mit chronischer Bronchitis ist das so
Nie geraucht und trotzdem lungenkrank? Bei manchen Patienten mit chronischer Bronchitis ist das so
Bildnachweis: iStock/Antonio Guillem

Nie geraucht und trotzdem lungenkrank? Bei manchen Patienten mit chronischer Bronchitis ist das so. Das kann an Belastungen im Beruf und an Luftverschmutzung liegen. Aber auch die Ernährung könnte eine Rolle spielen, sagt ein britisch-­kanadisches Forscherteam, das Studien zum ­­Thema gesichtet hat. So wirken sich viel Obst und Gemüse möglicherweise günstig auf das Risiko einer chronischen Bronchitis aus. Die Experten erklären das unter anderem mit der entzündungshemmenden Wirkung von Pflanzenkost.

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29.09.2020 Psyche

Gut drauf

Training für Körper und Geist - und für jedes Alter
Training für Körper und Geist - und für jedes Alter
Bildnachweis: istock/Global Stock

In die Gänge kommen zahlt sich dreifach aus. Man bleibt nicht nur fit für den Alltag, sondern ist auch psychisch besser aufgelegt und fühlt sich sozial mehr eingebunden als Bewegungsmuffel. Das belegen Zahlen aus einer europäischen Studie mit rund 1700 Senioren um die 80. Wer erst vor Kurzem aktiv wurde, profitiert davon genauso wie Menschen, die schon länger bewegt leben. Auch aus anderen Untersuchungen wissen Forscher, dass Alltagsfitness und seelisches Befinden in den späten Jahren oft zusammenhängen. Übrigens: Als Bewegung gelten in der Medizin bereits Spaziergänge – am besten mehrmals pro Woche.

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28.09.2020 Corona

Mein Garten ist ein Stück Freiheit

Garten während der Corona-Pandemie für viele Menschen sehr wichtig
Garten während der Corona-Pandemie für viele Menschen sehr wichtig
Bildnachweis: istock/stevecoleimages

Wer einen Garten hat, war trotz Corona-Einschränkungen zufriedener mit seinem Leben als Menschen ohne eigenes Grün. Das fanden Forscher der Hochschule Geisenheim bei einer Befragung heraus. Der Garten war den meisten Teilnehmern auch deutlich wichtiger als noch ein Jahr zuvor. Er bedeutet für sie zuallererst Freiheit, gefolgt von Erholung und Entspannung. Für Menschen ohne eigene Parzelle füllen öffentliche Grünanlagen wie Parks oder Stadtwälder diese Rolle aus.

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26.09.2020

Pfiffige Problemlöser

Forscher zeigen: Kinder können auch ohne Anleitung so manches Problem lösen
Forscher zeigen: Kinder können auch ohne Anleitung so manches Problem lösen
Bildnachweis: istock/kate_sept2004

Kinder können auch ohne Anleitung so manches Problem lösen. Das haben australische Forscher herausgefunden und im Fachblatt Royal Society Open Science veröffentlicht. Demnach können sich zwei- bis fünfjährige Kinder den Umgang mit Werkzeugen selbst beibringen – ähnlich wie man das etwa von Affen kennt. Die Wissenschaftler gaben den Kindern eine Reihe von Rätseln, bei denen sie im Grunde ähnlich wie Menschenaffen denken und zum Beispiel Stöcke als Werkzeuge benutzen mussten. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Kinder viele der Rätsel erfolgreich lösen konnten, ohne eine Anleitung zu erhalten oder jemand anderem bei der Lösung zuzusehen. Zudem fanden sie Hinweise darauf, dass das soziale und kulturelle Umfeld einen Einfluss darauf haben könnte, wie schnell Kinder Wege finden, erfolgreich mit Werkzeug umzugehen.

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25.09.2020 Studie

Bewegt euch auf dem Weg zur Arbeit!

Radeln in der Freizeit oder auf dem Weg zur Arbeit: Bitte mit Helm!
Radeln in der Freizeit oder auf dem Weg zur Arbeit: Bitte mit Helm!
Bildnachweis: iStock / Jmichi

Bloß nicht wieder aufs Auto umsteigen! Eine Langzeitstudie mit mehr als 300.000 Teilnehmern aus England und Wales bestätigt, was schon lange bekannt ist: Wer zu Fuß zur Arbeit geht, mit dem Rad oder dem Zug fährt, lebt gesünder als andere, die mit dem Auto unterwegs sind. Ein bewegter Arbeitsweg mindere etwa das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben oder eine Krebsdiagnose zu bekommen, sagen die Forscher.

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24.09.2020 Diabetes

Manche nehmen’s mit Humor

Forscher zeigen, wie Humor und Diabetes zusammenhängen
Forscher zeigen, wie Humor und Diabetes zusammenhängen
Bildnachweis: iStock/oneinchpunch

Wie Humor und Diabetes zusammenhängen, haben US-Forscher mithilfe eines Fragebogens zu unterschiedlichen Arten von Humor untersucht. Sie verglichen die Antworten von Diabetikern mit denen gesunder Teilnehmer. Ergebnis: Erstere neigten stärker als die Vergleichsgruppe zu Humor, der sich gegen die eigene Person richtet. Das hatten die Forscher wegen der medizinischen Probleme erwartet. Zu ihrem Erstaunen neigten Diabetiker aber auch stärker zu wohlwollendem Humor, der einen entspannten Blick auf die Welt und das eigene Leben erlaubt.

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23.09.2020 Studie

Musik hilft Schlaganfall-Patienten auf die Beine

Studie zeigt: Musiktherapie kann Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten unterstützen
Studie zeigt: Musiktherapie kann Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten unterstützen
Bildnachweis: iStock/gerenme

Musiktherapie kann die Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten unterstützen. Das ergab eine Untersuchung, die im Fachmagazin Topics in Stroke Rehabilitation veröffentlicht wurde. Zwei Jahre lang übten dafür 177 Patienten zweimal wöchentlich mit Keyboards, Trommeln und Rhythmusinstrumenten für die Hand sowie mit virtuellen Instrumenten auf einem Touchscreen. Nicht nur ihre Konzentration und die Stimmungslage verbesserten sich, sondern auch die Armfunktion und der Gang.

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22.09.2020 Arthrose

Sport tut lädiertem Knie gut

ein bis zwei Stunden moderates Training pro Woche reduziert das Risiko für eine Arthrose im Knie.
ein bis zwei Stunden moderates Training pro Woche reduziert das Risiko für eine Arthrose im Knie.
Bildnachweis: iStock/kali9

Selbst belastender Sport wie Joggen erhöht das Risiko für eine Arthrose im Knie nicht – auch wenn man älter ist und ein paar Kilos mehr wiegt. Das legt eine US-Studie im Fachblatt JAMA nahe. Im Gegenteil: Nach zehn Jahren zeigte sich, dass ein bis zwei Stunden moderates Training pro Woche das Risiko eher reduziert. Die Forscher empfehlen sogar bei Knieproblemen und hohem Arthrose-Risiko, solche Sportarten nicht unbedingt zu meiden.

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21.09.2020 Statistik

Cholesterin weltweit

Insbesondere ein höherer Spiegel des LDL-Cholesterins gilt als Risikofaktor für Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Insbesondere ein höherer Spiegel des LDL-Cholesterins gilt als Risikofaktor für Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Bildnachweis: istock/gilaxia

Deutsche Frauen lagen in den 1980er-Jahren noch auf Platz 23 der weltweiten Rangliste von Menschen mit "schlechten" Cholesterinwerten. Mittlerweile haben sie sich auf 100 verbessert. Die Männer schafften es von Platz 24 auf 83. Veränderungen in der Ernährung und Medikamente sollen Gründe dafür sein. Das zeigt eine Studie im Fachmagazin Nature. Das Cholesterin-Problem hat sich in ärmere Länder verlagert, vor allem nach Asien. Insbesondere ein höherer Spiegel des LDL-Cholesterins gilt als Risikofaktor für Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

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19.09.2020

Apotheken-Wissen

Die Einnahme von Medikamenten ohne medizinische Notwendigkeit erhöht langfristig das Risiko von Komplikationen
Die Einnahme von Medikamenten ohne medizinische Notwendigkeit erhöht langfristig das Risiko von Komplikationen
Bildnachweis: istock/kadmy

Einer von sechs Deutschen nimmt Medikamente ohne medizinische Notwendigkeit, etwa Antidepressiva, um die Stimmung zu verbessern oder leistungsfähiger zu sein. Das ergab eine Umfrage der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Für ein Viertel der Bevölkerung käme es zumindest infrage, Arzneimittel für mehr Leistung oder bessere Stimmung zweckzuentfremden. Abgesehen davon, dass das Gefühlsdoping mit Arzneien nicht gut funktioniert, steigt langfristig das Risiko für Komplikationen, etwa für Stürze.

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18.09.2020 Studie

Früherkennung bei Brustkrebs wirkt

Mammographie-Screening reduziert das Risiko, an Brustkrebs zu sterben
Mammographie-Screening reduziert das Risiko, an Brustkrebs zu sterben
Bildnachweis: iStock/gbh007

Frauen, die an einem Mammografie-Screening teilnehmen, haben in den folgenden zehn Jahren ein um 41 Prozent geringeres Risiko, an Brustkrebs zu sterben, als Frauen, die nicht bei einem solchen Früherkennungsprogramm mitmachen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Fachblatt Cancer, die Daten von rund 550 000 Schwedinnen analysierte. Die Forscher verglichen die Anzahl der Sterbefälle – mit und ohne Screening – im selben Zeitraum. Die unterschiedliche Sterberate kann demnach nicht der Behandlung zugeschrieben werden, die sich möglicherweise im Lauf der Zeit verbesserte, sondern dem Nutzen des Screenings.

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17.09.2020 Studie

Im Zweifel – ändern!

Einschneidende Entscheidungen zu treffen, fällt nicht immer leicht.
Einschneidende Entscheidungen zu treffen, fällt nicht immer leicht.
Bildnachweis: istock/МихаилРуденко

Soll ich den Job kündigen? Die Beziehung beenden? Ein Tattoo stechen lassen? Einschneidende Entscheidungen zu treffen, fällt nicht immer leicht. Wer sich schwertut, sollte eine Münze werfen, legt eine Studie der Universität Chicago (USA) nahe. Das Ergebnis: Diejenigen, denen der Münzwurf signalisierte, die Veränderung zu wagen, waren eher bereit, es auch zu tun. Sie waren mit ihrer Entscheidung glücklicher – auch noch sechs Monate später – und würden es wieder so machen. Das Fazit der Forscher: "Wenn man sich nicht entscheiden kann, gilt: Wähle die Variante, die eine Veränderung mit sich bringt, statt am Status quo festzuhalten."

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16.09.2020 Mediziner/in

Ein Beruf fürs Herz

Wie hoch ist das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall bei den Ärzten?
Wie hoch ist das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall bei den Ärzten?
Bildnachweis: iStock/Larisa Blinova

Die psychische Belastung ist in ihrem Job recht hoch, der Stress oft extrem. Trotzdem haben Ärzte ein deutlich geringeres Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall als der Rest der Bevölkerung. Zu diesem Schluss kommt eine kanadische Analyse im Fachmagazin  JAMA Network Open. Die Gründe: Mediziner rauchten nicht so viel, hatten deutlich bessere Blutfettwerte und litten seltener an Bluthochdruck oder Dia­betes. Zudem hatten sie ihre Risikofaktoren besser im Griff und konnten bei Problemen rechtzeitig gegensteuern.

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15.09.2020 Ernährung

Essen für mehr Spermien

Eine Studie zeigt: Ernährung nimmt einen gewissen Einfluss auf die Spermaqualität
Eine Studie zeigt: Ernährung nimmt einen gewissen Einfluss auf die Spermaqualität
Bildnachweis: istock/Sarsmis

Urologen aus Dänemark und den USA haben die Spermaqualität und die Ernährungsweise von 3000 Männern im Alter von 19 Jahren untersucht, die sich in Kopenhagen zur
Musterung vorstellten. Das Ergebnis: Die Gruppe, die sich am gesündesten ernährte, hatte deutlich mehr Spermien pro Ejakulat als die anderen, nämlich durchschnittlich etwa 167 Millionen. Bei der Gruppe, die sich am schlechtesten ernährte, fanden sich im Schnitt nur 122 Millionen. Auch wenn die Kausalität nicht bewiesen ist, nehme die Ernährung doch einen gewissen Einfluss, so das Fazit der Studienautoren.

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14.09.2020 Algen

Beliebt, aber belastet

Neben Schadstoffen sind die Algen auch reich an Jod
Neben Schadstoffen sind die Algen auch reich an Jod
Bildnachweis: istock/Fudio

Meeresalgen nehmen Schadstoffe aus der Umwelt auf. Blei, Arsen und Aluminium fand das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, als es 165 Proben getrockneter Algen untersuchte. Jede zehnte Probe überschritt zudem den Grenzwert für Kadmium. Neben Schadstoffen sind die Algen aber auch reich an Jod – in Maßen für die Schilddrüse unentbehrlich, aber kritisch, wenn die Algen mehr als 20mg/kg Jod enthalten. Dann muss ein Warnhinweis auf der Packung stehen. Gut drei Viertel der untersuchten Proben lagen darüber, bei acht Prozent fehlte der Warnhinweis.

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12.09.2020 Haare

Starkes Haar

Forscher untersuchten die Haare von Menschen und anderen Säugetieren auf deren Reißfestigkeit
Forscher untersuchten die Haare von Menschen und anderen Säugetieren auf deren Reißfestigkeit
Bildnachweis: iStock/Ridofranz

Nur 0,06 bis 0,08 Millimeter Durchmesser hat das Haar eines Europäers im Durchschnitt. Dennoch ist es bemerkenswert stark, wie eine Untersuchung im Magazin Matter ergab. Die Forscher analysierten die Haare von Menschen und anderen Säugetieren auf deren Reißfestigkeit. Dabei wurde nachgewiesen, dass unsere vergleichsweise dünnen Haare tendenziell stärker sind als dickere, zum Beispiel von Giraffen oder Elefanten. Denn: Haare brechen – abhängig vom Durchmesser – anders.

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11.09.2020 Corona-Pandemie

Was macht das mit dem Kinderwunsch?

Eine Studie zeigt: Wohl kein Baby-Boom aufgrund des Lockdowns
Eine Studie zeigt: Wohl kein Baby-Boom aufgrund des Lockdowns
Bildnachweis: istock/StefaNicolic

Während des Lockdowns hatten Paare wesentlich mehr Zeit als üblich füreinander. Aber wird es diesen Winter gleich einen Babyboom geben? Wohl nicht, wie Forscher der Universität Florenz im Fachblatt Journal of Psychosomatic Obstetrics and Gynecology berichten. Die italienischen Wissenschaftler befragten dazu 1482 Personen, die seit mindestens zwölf Monaten in einer festen Partner­schaft waren. Das Ergebnis: Mehr als ein Drittel der Befragten, die vor der Krise ein Kind wollten, haben es sich wegen des Corona­virus zunächst anders überlegt. Dem gegenüber stehen lediglich elf Prozent der Befragten, die während der Krise einen Kinderwunsch entwickelt haben. Die Zahlen sprechen also eher gegen einen Babyboom.

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10.09.2020 Stimmung

Yoga entspannt auch die Gemütslage

Forscher zeigen, dass Yoga auch das Gemüt entspannt
Forscher zeigen, dass Yoga auch das Gemüt entspannt
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Yoga scheint depressive Symptome bei Menschen mit weiteren psychischen Problemen wie Angststörungen, Schizophrenie oder auch bei Alkoholabhängigkeit zu verringern. Das fanden Wissenschaftler der University of South Australia heraus, die 13 Studien dazu auswerteten. Die Untersuchung wurde im British Journal of Sports Medicine veröffentlicht. Yoga wirkt umso effektiver, je mehr Einheiten pro Woche absolviert wurden. Dazu gehören Übungen zur Bewegung, Atmung und Achtsamkeit, wobei der Bewegungsanteil mindestens die Hälfte der Yogaeinheit ausmachen sollte.

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