21.09.2019 Verhütung

Natürlich, aber nicht unbedingt sicher

Digitale Anwendungen als Alternative zu hormonellen Verhütungsmitteln
Digitale Anwendungen als Alternative zu hormonellen Verhütungsmitteln
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Hormonelle Verhütungsmittel sind bei vielen Frauen nicht mehr beliebt. Alternative: digitale Anwendungen, die als natürliche Variante angeboten werden. Aber Vorsicht: Nur wenige Apps und Zykluscomputer eignen sich laut Deutscher Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin dazu, sicher zu verhüten.

20.09.2019 Rauchentwöhnung

Gemeinsam aufhören ist leichter

Eine Studie zeigt, dass es am besten mit dem Partner gelingt, das Rauchen aufzugeben
Eine Studie zeigt, dass es am besten mit dem Partner gelingt, das Rauchen aufzugeben
Bildnachweis: istock/cstewart

Endlich mit dem Rauchen Schluss machen – das gelingt am besten zusammen mit dem Partner. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die auf dem Kongress der European Society of Cardiology vorgestellt wurde. Danach haben Paare eine sechsfach höhere Erfolgschance, vom Glimm­­stängel loszukommen, als Einzelkämpfer.

19.09.2019 Entlassungsbrief

Wenn der Arzt den Arzt nicht versteht

Entlassungsbriefe enthalten wichtige Informationen für die Weiterbehandlung
Entlassungsbriefe enthalten wichtige Informationen für die Weiterbehandlung
Bildnachweis: istock/thodonal

Entlassungsbriefe von Klinikärzten sind oft missverständlich oder fehlerhaft. Dies ergab eine Studie von Düsseldorfer Sprachwissenschaftlern und deutschen Hausärzteverbänden. Vor allem fachspezifische Ausdrücke sowie unbekannte oder zweideutige Abkürzungen führen zu Fehlinterpretationen. Jeder dritte Hausarzt berichtet, dass un­bekannte ­Abkürzungen häufig oder sehr häufig vorkommen. 88 Prozent befürch­ten, unkorrekte oder unverständliche Briefe könnten zu Behandlungsfehlern führen.

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18.09.2019 Demenz

Diagnose: TV-Demenz

Forscher finden heraus, dass bei älteren Menschen der Wortschatz leidet, wenn Sie viel fernsehen
Forscher finden heraus, dass bei älteren Menschen der Wortschatz leidet, wenn Sie viel fernsehen
Bildnachweis: istock/pxel66

Wenn ältere Menschen mehr als drei­einhalb Stunden am Tag fernsehen, könnte ihr Wortschatz leiden. Dies vermutet eine Studie in Scientific Reports mit Daten von fast 3600 Teilnehmern. Zu Beginn der Untersuchung war keiner von ihnen dement. Doch sechs Jahre später war bei den Langzeitsehern das Wortgedächtnis beeinträchtigt. Bei der Auswertung waren die Studienteilnehmer im Schnitt 67 Jahre alt.

17.09.2019 Knochen

Gestörte Bruchheilung

Forscher zeigen: Traumatische Erinnerungen verzögern die Heilung
Forscher zeigen: Traumatische Erinnerungen verzögern die Heilung
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Menschen mit posttraumatischer Belastungs­störung – etwa nach Missbrauch oder Kriegserlebnissen – leiden nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Bei ihnen verheilen Knochenbrüche erheblich langsamer. Das zeigten jetzt Wissenschaftler aus Ulm und ­Kalifornien (USA). Im Fachjournal PNAS identi­­fizieren sie zudem eine möglicherweise wirksame Therapie: den Betablocker Propranolol.

16.09.2019 Bleaching

Aufhellen schadet Zähnen

Wer frei verkäufliche Produkte zum Aufhellen der Zähne benutzt, sollte ein Augenmerk auf die Inhaltsstoffe richten
Wer frei verkäufliche Produkte zum Aufhellen der Zähne benutzt, sollte ein Augenmerk auf die Inhaltsstoffe richten
Bildnachweis: istock/anne Leven

Frei verkäufliche Produkte zum Aufhellen der Zähne (Bleaching) sollen das Lächeln strahlender machen. Wer sie benutzt, achtet jedoch besser darauf, ob die Präparate Wasserstoffperoxid enthalten. Die chemische Verbindung schädigt nicht nur den Zahnschmelz, sondern auch das proteinreiche Zahnbein (Dentin) unter dem Schmelz, weil sie das darin enthaltene Kollagen zersetzt. Das zeigten Wissenschaftler der Stockton-Universität in New Jersey (USA) in einer Studie. Das Pro­blem: Die Zähne werden infolge einer solchen Behandlung mit der Zeit immer empfind­licher.

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14.09.2019 Alter

Voll gut drauf

Im Aufwind: Bis 55 steigt der Optimismus
Im Aufwind: Bis 55 steigt der Optimismus
Bildnachweis: istock/CourtneyK

Wer die 50 überschritten hat, dürfte schon so manchen Nackenschlag erlebt haben. Dennoch werden viele Menschen bis zur Mitte ihres sechsten Jahrzehnts zunehmend optimistischer, wie amerikanische Forscher in einer Langzeitstudie mit 1200 Teilnehmern herausfanden. Rückschläge hatten auf diese Entwicklung offenbar kaum einen Einfluss – ganz im Gegensatz zu freudigen Ereignissen, berichten die Psychologen im Fachblatt Social Psychological and Personality Science. Das heißt allerdings nicht, dass die Jahre auch Schwarzseher frohgemut werden lassen. Denn Optimismus ist nicht nur eine Frage des Alters, sondern vor allem der Persönlichkeit, so die Forscher.

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13.09.2019 Typ-2-Diabetes

Geschenkte Jahre

Forscher berichten: Je später ein Diabetes Typ 2 auftritt, umso günstiger ist das für die Lebenserwartung
Forscher berichten: Je später ein Diabetes Typ 2 auftritt, umso günstiger ist das für die Lebenserwartung
Bildnachweis: iStock/bowdenimages

Je später ein Diabetes Typ 2 auftritt, umso günstiger ist das für die Lebenserwartung: Das berichten Forscher der Universität Glasgow in Schottland. Erkrankt ein Mensch etwa erst mit über 80 Jahren an Diabetes, hat er dieselbe Lebens­erwartung wie ein Gleichaltriger ohne Diabetes.

12.09.2019 Erinnerung

Wache Gedanken

Forscher finden heraus: Schon der bloße Anblick einer leeren Kaffeetasse lässt uns wacher und aufmerksamer werden
Forscher finden heraus: Schon der bloße Anblick einer leeren Kaffeetasse lässt uns wacher und aufmerksamer werden
Bildnachweis: Thinkstock/istock

Schon der Geruch lässt viele Kaffeeliebhaber leichter aus dem Bett steigen. Doch es reicht sogar weitaus weniger, wie ­Forscher der Universität in Toronto im Fachjournal  Consciousness and Cognition berichten. Demnach kann uns bereits der Anblick einer leeren Kaffeetasse oder von etwas ­­anderem, das uns an Kaffee erinnert, wacher und aufmerksamer machen.

11.09.2019 Schwangerschaft

Schwangere im Blick

Beobachtungsstudien zeigen ein höheres Risiko für Wochenbettdepression bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes
Beobachtungsstudien zeigen ein höheres Risiko für Wochenbettdepression bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes
Bildnachweis: iStock/Kkolosov

Frauen, die an einem Schwangerschaftsdiabetes erkranken, tragen vermutlich auch ein höheres Risiko für eine Wochenbettdepression. Das zeigte eine Auswertung von 18 internationalen Beobachtungsstudien. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft empfiehlt deshalb, Wöchnerinnen mit Schwangerschaftsdiabetes konsequent auf Depressionen zu untersuchen, um eine seelische Erkrankung schnell erkennen und behandeln zu können.

10.09.2019 Kommunikation

Beziehungskiller Smartphone

Trennung digital: Handys können schlecht für die Liebe sein
Trennung digital: Handys können schlecht für die Liebe sein
Bildnachweis: istock/AJ_Watt

Ein Paar sitzt im Restaurant. Statt sich tief in die Augen zu blicken, verkriecht sich jeder hinter seinem Smartphone. Wer bei solchen Szenen vermutet, dass Handys die Liebe nicht gerade beleben, liegt richtig. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß im Auftrag einer Online-Partnervermittlung. Mehr als jedes vierte Paar gab an, sich aufgrund des Smartphones weniger zu unterhalten. In jeder zehnten Beziehung kommt es deshalb zu Stress. Acht Prozent sagten, ihr Sexleben leide wegen des Handys.

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09.09.2019 Cortisol

Grün vertreibt Stress

Kurze Pause: Im Grünen sinkt der Stresspegel
Kurze Pause: Im Grünen sinkt der Stresspegel
Bildnachweis: iStockphoto/Olga Sweet

Keine Zeit – diese Ausrede gilt nicht mehr: Bereits 20 Minuten in der Natur genügen, um den Stress­hormonspiegel deutlich zu verringern. Das schreiben Forscher der Universität von Michigan im Fach­magazin Frontiers in Psychology. Am stärksten sank das Stresshormon Cortisol, wenn die Studienteil­nehmer 20 bis 30 Minuten sitzend oder gehend im Grünen verbrachten – bei ausgeschaltetem Handy.

07.09.2019 Impfung

Kein Autisums durch Impfung

Groß angelegte Studie legt nahe, dass die Masern-Mumps-Röteln-Impfung Autismus nicht begünstigt
Groß angelegte Studie legt nahe, dass die Masern-Mumps-Röteln-Impfung Autismus nicht begünstigt
Bildnachweis: istock/Steve Debenport

Es gibt keinen Hinweis, dass die Masern­-Mumps-Röteln-Impfung die Entstehung von Autismus begünstigen könnte. Zu diesem Schluss kommt eine groß angelegte Studie im Fachmagazin Annals of Internal Medicine. Dänische Forscher analysierten dazu die Daten von 657 000 Kindern. Es zeigte sich, dass nicht geimpfte ­genauso häufig an Autismus erkranken wie geimpfte.

06.09.2019 Antibiotika

Schleim gegen Keim

Der Schleim der Fischhaut bietet Schutz vor Krankheitserregern
Der Schleim der Fischhaut bietet Schutz vor Krankheitserregern
Bildnachweis: istock/ba11istic

Auf der Suche nach neuen Antibiotika sind Forscher auf eine ungewöhnliche Quelle gestoßen: Im Schleim von jungen Fischen hat ein Team der Oregon State University (USA) Bakterien entdeckt, die keimtötende Stoffe bilden. Wie die Wissenschaftler auf der Frühjahrs­tagung der American Chemical Society berichteten, fanden sie Substanzen, die den multiresistenten Erreger MRSA und den Pilz Candida albicans hemmen. Die Entdeckung könnte auch dazu beitragen, den Antibio­tika-Einsatz in der Fischzucht zu verringern.

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05.09.2019 Sport

Besser spät als nie

Regelmäßige Bewegung ist ein Lebenselixier
Regelmäßige Bewegung ist ein Lebenselixier
Bildnachweis: istock/Casarsa

Auch im mittleren Alter lohnt es sich, mit Sport zu beginnen. Das untermauert eine Langzeitstudie mit mehr als 315 000 Teilnehmern in den USA. Späteinsteiger, die ab dem Alter von 41 bis 60 Jahren ein Bewegungspensum mit moderater Belastung (wie etwa schnelles Gehen) von mindestens einer Stunde täglich absolvierten, profitierten sogar ebenso viel wie Menschen, die seit ihrer Jugend regelmäßig aktiv waren. Beide Gruppen konnten im Vergleich zu Bewegungsmuffeln ihr Risiko für einen frühzeitigen Tod um ein Drittel verringern. So das Fazit aus 22 Jahren Nachbeobachtung mit insgesamt über 71 000 Sterbefällen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift JAMA Network Open veröffentlicht.

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04.09.2019 Ernährung

Eine Ampel für die Kantine

Signalfarben: Eine Ampel hilft, gesund zu essen
Signalfarben: Eine Ampel hilft, gesund zu essen
Bildnachweis: istock/talaj

Grün steht für gesunden Genuss, Rot für Schlemmereien, die man schon mal bereut. Dass ein Ampelsystem uns auch in der Kantine lenken kann, haben britische Forscher der Queen Mary Universität in London gezeigt. Die Arbeitnehmer entschieden sich in einem Test eher für die grüne Ampel, die ein gesundes oder nachhaltiges Menü kennzeichnete, so die Forscher in Appetite.

03.09.2019 Apothekertipp

Die Gurgellösung wirkt nicht

Vor allem Kinder halten es nicht durch, die Gurgellösung im Mund zu behalten
Vor allem Kinder halten es nicht durch, die Gurgellösung im Mund zu behalten
Bildnachweis: istock/ belchonok

Das Problem: Die Gurgellösung wirkt nicht. Die Lösung: Gurgel- und Mundspüllösungen wirken desinfizierend und entzündungshemmend. Dazu muss der Patient sie mindestens eine Mi­nute lang im Mund haben. Viele Menschen, vor allem Kinder, halten das nicht durch. Kontrollieren Sie mit einer Uhr, damit die Dauer wirklich erreicht wird. Unmittelbar nach dem Gurgeln nicht mit Wasser nachspülen, essen oder trinken und auch nicht die Zähne putzen.

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02.09.2019 Rettung

Fremde sind schneller

Eine Analyse zeigt, dass Fremde eher einen Rettungswagen rufen als engste Angehörige
Eine Analyse zeigt, dass Fremde eher einen Rettungswagen rufen als engste Angehörige
Bildnachweis: iStock/huettenhoelscher

Passanten oder Arbeitskollegen rufen im Ernstfall eher einen Rettungswagen als engste Angehörige. Eine Analyse, publiziert im Fachblatt Nature Communications, erklärt das so: In der Familie bestärke man sich darin, erst mal abzuwarten, diskutiere dann zu lange und verharmlose die Symptome.