13.11.2019 Apothekertipp

Das Mundgel ist krümelig

Die krümelige Konsistenz sorgt für die bessere Haftung an der Mundschleimhaut
Die krümelige Konsistenz sorgt für die bessere Haftung an der Mundschleimhaut
Bildnachweis: iStock/simarik

Das Problem: Das Mundgel ist krümelig. Die Lösung: Mundgele und Mundheilpasten haben oft eine krümelige Konsistenz, die den Eindruck erweckt, das Präparat sei nicht mehr in Ordnung. Das ist jedoch nicht der Fall. Die Krümel sind ein Bestandteil, der dafür sorgt, dass das Mittel an der Mundschleimhaut haftet. Bei der Handhabung müssen Sie darauf achten, dass die Tubenspitze keinen Kontakt mit Feuchtigkeit bekommt, da sie sonst verstopft.

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12.11.2019 Geruch

Wenn die Nase nicht mehr riecht

Flüchtiges Warnsignal: Schwindender Geruchssinn im Alter
Flüchtiges Warnsignal: Schwindender Geruchssinn im Alter
Bildnachweis: istock/fotostorm

Lässt der Geruchssinn im Alter nach, kann das auf Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson hindeuten. Jetzt haben Wissenschaftler im Fachjournal Annals of Internal Medicine auch einen möglichen Zusammenhang zwischen Geruchsverlust und einem allgemeinen Gesund­­heits­risiko hergestellt. Menschen über 70 Jahre sollten es ernst nehmen, wenn sie plötzlich nichts mehr riechen und mit ihrem Arzt darüber reden.

11.11.2019 Schmerzmittel

Beratung senkt Pillenverbrauch

In Deutschland dürfen nur Apotheken Schmerzmittel abgeben
In Deutschland dürfen nur Apotheken Schmerzmittel abgeben
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Der Pro-Kopf-Verbrauch von Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Paracetamol liegt in Deutschland deutlich niedriger als in etlichen anderen Ländern, darunter Frankreich mit einem doppelt so hohen Verbrauch. Das berichtet der Bundesverband der Arzneimittelhersteller. Der Grund sei, dass bei uns nur Apotheken Schmerzmittel abgeben dürfen und die Patienten dort vor dem Kauf fachkundig beraten werden.

09.11.2019 Haut

Keine Handy-Falten

Handy-Displays strahlen in sehr geringer Dosis hochenergetisches sichtbares Licht ab
Handy-Displays strahlen in sehr geringer Dosis hochenergetisches sichtbares Licht ab
Bildnachweis: istock/Geber86

Hochenergetisches sichtbares Licht (HEV) lässt die Haut altern. Auch Handy-Displays strahlen es ab – jedoch in sehr geringer Dosis: Laut Dr. Christine Fink, Dermatologin an der Hautklinik der Univer­sität ­Heidelberg, müsste man tagelang auf das Smartphone starren, um so viel HEV abzubekommen wie mit einer Minute Sonnenlicht.

08.11.2019 Apothekertipp

Der Arzneisaft verursacht Blähungen

Informieren Sie das Apothekenpersonal über eine etwaige Fructoseintoleranz
Informieren Sie das Apothekenpersonal über eine etwaige Fructoseintoleranz
Bildnachweis: istock/Carlo107

Das Problem: Der Arzneisaft ver­ursacht Blähungen. Die Lösung: Zuckerhaltige Säfte haben eine Reihe von Nachteilen, weshalb Arzneimittelhersteller oft Saftpräparate mit dem Zuckeraustauschstoff Sorbit auf den Markt bringen. Menschen mit Fructoseintoleranz reagieren allerdings auf die Sub­stanz häufig mit starken Blähungen. Weisen Sie das Apothekenpersonal darauf hin, oft kann ein Alternativprodukt abgegeben werden.

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07.11.2019 Ernährung

Selbst kochen, leichter leben

Eine Studie zeigt: Selbst kochen kann nicht nur zu einem gesünderen, sondern auch leichteren Leben führen
Eine Studie zeigt: Selbst kochen kann nicht nur zu einem gesünderen, sondern auch leichteren Leben führen
Bildnachweis: istock/Halfpoint

Wer selbst kocht, lebt offenbar nicht nur gesünder, sondern auch leichter. In einer Studie wurden Selbstbrutzler mit Personen verglichen, die häufig stark verarbeitete Nahrungsmittel essen. Diese nahmen 500 Kalorien täglich mehr zu sich, hauptsächlich in Form von Fett und Kohlen­hydraten. Binnen zwei Wochen legten sie auch fast ein Kilogramm zu, schreibt das National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (USA) im Fachblatt Cell Metabolism.

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06.11.2019 Atmung

Doppelt hilfreich für laute Schnarcher

Unruhige Nächte: Lautes Schnarchen kann ein Hinweis auf eine Atemstörung sein
Unruhige Nächte: Lautes Schnarchen kann ein Hinweis auf eine Atemstörung sein
Bildnachweis: istock/EHStock

Ein Zungenschrittmacher kann nicht nur den Schlaf von Patienten verbessern, die unter nächtlichen Atemaussetzern (Schlafapnoe- Syndrom) leiden. Das Gerät, das die oberen Atemwege elektrisch stimuliert, schützt möglicherweise auch vor Diabetes. Das zeigt eine Studie, an der Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung beteiligt waren. Die Therapie habe binnen zwölf Monaten über den erholsameren Schlaf auch den Zuckerstoffwechsel verbessert und übermäßiges Hungergefühl eingedämmt. Bei der Schlafapnoe setzt die Atmung im Schlaf immer wieder aus, weil erschlaffte Rachenmuskulatur die Luftwege blockiert. Betroffene schnarchen meist sehr laut und leiden unter starker Tagesmüdigkeit.

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05.11.2019 Rauchen

Mit Duft weg vom Qualm

Heilsames Schnuppern: Aromatherapie soll beim Rauchstopp helfen
Heilsames Schnuppern: Aromatherapie soll beim Rauchstopp helfen
Bildnachweis: iStock/Rapid Eye

Apfel, Schokolade oder Pfefferminze: Angenehme Aromen könnten Rauchern helfen, ihre Sucht zu überwinden. Eine Studie im Fachblatt Journal of Abnormal Psychology mit 232 Rauchern zwischen 18 und 55 Jahren zeigte, dass sie das akute Verlangen nach einer Zigarette mildern konnten, wenn sie an bestimmten Duftproben schnupperten. Besonders gut gelang die Ablenkung, wenn die Düfte bei den Teilnehmern schöne Erinnerungen an frühere Zeiten oder Erlebnisse weckten. Der Geruch von Pfefferminze etwa ließ manche Probanden an Weihnachten bei den Großeltern denken. Auch nach fünf Minuten war das Verlangen zu rauchen noch deutlich abgeschwächt. Die Forscher wollen nun weiter untersuchen, wie die Duftstoffe genau wirken und wie sie Raucher beim Aufhören konkret unterstützen können.

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04.11.2019 Apotheke

Helfer bei Herzschwäche

Ihre Apotheke berät sie gerne bei der Einnahme mehrerer verschreibungspflichtiger Medikamente
Ihre Apotheke berät sie gerne bei der Einnahme mehrerer verschreibungspflichtiger Medikamente
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Menschen mit Herzschwäche geht es besser, wenn sie regelmäßig ihre Apotheke aufsuchen. Sie nehmen dann beispielsweise ihre Tabletten zuverlässiger ein und sind im täglichen Leben aktiver. Das war das Ergebnis einer Studie, die auf dem Kongress "Heart Failure 2019" der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie präsentiert wurde. Tipp: Menschen, die mehrere verschreibungspflichtige Präparate erhalten, haben oft einen Medikationsplan. Ihr Apotheker kann Sie dazu beraten.

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02.11.2019 Kyrotechnik

Zukunft auf Eis gelegt

Bei einer keimzellschädigenden Krebstherapie ist oftmals der Kinderwunsch in Gefahr
Bei einer keimzellschädigenden Krebstherapie ist oftmals der Kinderwunsch in Gefahr
Bildnachweis: istock/Jezperklauzen

Die Behandlung einer Krebserkrankung kann viele Folgen haben. So führt eine Bestrahlung im Unterleibsbereich oft zu Unfruchtbarkeit, und manche Chemo­the­rapie schädigt Ei- oder Samenzellen so stark, dass eine Schwangerschaft unmöglich ist. Damit der Kinderwunsch später trotzdem rea­lisiert werden kann, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für das Einfrieren von Keimzellgewebe, Ei- und Samenzellen. Das gilt für Frauen bis 39 und Männer bis 49 Jahre, die eine keimzellschädigende Krebstherapie beginnen.

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01.11.2019 Zukunftsangst

Freunde statt Sparbuch

In guter Gesellschaft: Gemeinsam gegen Zukunftsangst
In guter Gesellschaft: Gemeinsam gegen Zukunftsangst
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Nehmen Menschen ihre Situation als unsicher wahr, horten sie oft Geld, um eine mögliche Notsituation in der Zukunft abzufedern. Haben sie jedoch viele zufriedenstellende soziale Kontakte, neigen sie dazu, weniger zu sparen. Demnach könnten Freunde mehr als Geld ein Gefühl von Sicherheit vermitteln und dadurch Zukunftsängste lindern. Das fanden Forscher der Universität Tel Aviv (Israel) heraus. Ihre Studie wurde im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlicht.

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31.10.2019 Grippe

Immenser Schutzeffekt

Grippeimpfung: In Deutschland dürfen Apotheker dazu bislang nur beraten
Grippeimpfung: In Deutschland dürfen Apotheker dazu bislang nur beraten
Bildnachweis: istock/fstop123

Wenn Apotheker ihre Kunden gegen Grippe impfen dürfen, lassen sich viele Krankheits­fälle vermeiden. Das zeigen Statistiken aus dem Ausland. In Kanada stieg seit einer Gesetzesänderung die ­Impfquote unter Älteren um 8,5 Prozent. Forscher der ­Fresenius-Hochschule Wies­baden berechneten, dass sich durch Impfungen in Apo­theken in Deutschland rund 900 000 Grippeerkrankungen und 4700 Krankenhaus­aufenthalte verhindern ließen.

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30.10.2019 Darmerkrankungen

Instabile Darmflora

Forscher hoffen, mit Erkenntnis aus neuer Studie die Früherkennung von Krankheitsschüben sowie die Therapien verbessern zu können
Forscher hoffen, mit Erkenntnis aus neuer Studie die Früherkennung von Krankheitsschüben sowie die Therapien verbessern zu können
Bildnachweis: istock / Nerthus

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind weltweit verbreitet. Als mögliche Ursache wurden auch immer wieder Veränderungen im Mikrobiom des Darms diskutiert. Jetzt konnten US-Forscher erstmals die Veränderungen und ihre Folgen bei Betroffenen genau­er aufzeigen. Sie beobachteten ein Jahr lang 132 Studienteilnehmer, die Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder keine Erkrankung hat­ten, und analysierten 3000 Stuhl-, Gewebe- und Blutproben. Die Wissenschaftler berichten im Fachmagazin Nature, dass bei Krankheitsschüben jene Keime der Darm­­­flora reduziert waren, denen eher entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Dadurch verstärkte sich die Entzündung vermutlich weiter. Die Forscher hoffen, mithilfe der Erkenntnis die Früherkennung von Krankheitsschüben sowie die Therapien zu verbessern.

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29.10.2019 Ernährung

Limo-Steuer wirkt

Laut einer Studie, könnte eine Steuer ein guter Weg sein, den Limonadekonsum zu reduzieren
Laut einer Studie, könnte eine Steuer ein guter Weg sein, den Limonadekonsum zu reduzieren
Bildnachweis: istock/Charlie Edward

Wer oft zuckerhaltige Getränke zu sich nimmt, tut der Gesundheit nichts Gutes. Trotzdem ist es nicht leicht, Verbrauchern den Limonadekonsum abzugewöhnen. Wie eine Studie im Fachmagazin JAMA zeigt, könnten Steuern ein guter Weg sein. Die Stadt Philadelphia (USA) führte 2017 eine solche Steuer ein. Das verteuerte die Dose Limo um circa 15 Cent. Positiver Effekt der Steuer: Laut aktuellen Zahlen wurden 24 % weniger der zuckerhaltigen Getränke verkauft.

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28.10.2019 Zähneputzen

Besser mit Strom

Eine Langzeitstudie zeigt: Elektrisches Zähneputzen führt auf lange Sicht zu weniger Parodontitis
Eine Langzeitstudie zeigt: Elektrisches Zähneputzen führt auf lange Sicht zu weniger Parodontitis
Bildnachweis: istock/kokoroyuki

Wer sich die Zähne elektrisch putzt, bekommt es auf lange Sicht offenbar weniger mit Parodontitis zu tun – und beugt so Zahnverlust vor. Das zeigt eine 11-Jahres-Studie der Universität Greifswald mit rund 2800 älteren Erwachsenen. Forscher Prof. Thomas Kocher rät Senioren generell zur E-Bürste: "Das gründliche Zähneputzen fällt damit leichter."

26.10.2019 Typ-1-Diabetes

Klassenfahrt? Leider ohne mich...

Unterwegs mit Kita-Gruppe oder Schulklasse: Für Kinder mit Typ 1 oft schwierig
Unterwegs mit Kita-Gruppe oder Schulklasse: Für Kinder mit Typ 1 oft schwierig
Bildnachweis: istock/Imorgthand

Sie würden gerne am Kita-­Ausflug oder an der Klassenfahrt ­teilnehmen, doch Kinder mit Typ-1-­Diabetes ­müssen oft zu Hause bleiben. Das zeigte eine bundesweite Umfrage des Sozialpädiatrischen Zentrums an der Berliner Charité. Jedes dritte Kind in der Kita wurde schon einmal wegen des Diabetes von einer solchen Fahrt ausgeschlossen. In der Schule bis zur sechsten Klasse war es jedes sechste. Ein Grund: zu wenig professionelle Unterstützung für betroffene Kinder.

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25.10.2019 Ernährung

Natürlich fit!

Eine gesunde Ernährung ist auch im Alter sehr wichtig
Eine gesunde Ernährung ist auch im Alter sehr wichtig
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Schlechtes Zeugnis für Chips und Cornflakes: Je mehr industriell verarbeitete Lebensmitteln Senioren essen, desto höher ist ihr Risiko, gebrechlich zu werden. Darauf deutet eine spanische Langzeitstudie mit rund 1800 Teilnehmern hin. Fertigprodukte enthalten natürliche Zu­taten oft nur in stark veränderter Form – und zudem meist viel ­Zucker, Salz und ungesunde Fette.

24.10.2019 Rente

(Un)bewegter Ruhestand

Bewegter leben: In der Gruppe fällt es leichter
Bewegter leben: In der Gruppe fällt es leichter
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Endlich Rente! Darüber freuen sich viele. Aber auch endlich Zeit für Sport? Mit diesem Gedanken tun sich Senioren eher schwer. Finnische Forscher hatten 478 angehende Rentner mit Schrittzählern ausgestattet. Obgleich die meisten einen Bürojob hatten, waren sie nach dem Berufsausstieg nicht häufiger auf den Beinen. Frauen verbrachten in der Rente sogar täglich eine halbe Stunde mehr im Sitzen oder Liegen – die Schlafenszeit nicht mitgerechnet. Tipp, um in die Gänge zu kommen: Oft hilft es, Aktivitäten fest im Tagesablauf einzuplanen.

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